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Frequenzweichen

Frequenzweichen und deren Einzelbauteile sind das "Herz" einer jeden Lautsprecherbox. Je hochwertiger die Frequenzweiche konzipiert ist, umso verlustarmer ist ihr Einsatz an einem Lautsprecher.

Wir vertreiben und verwenden ausschließlich hochwertigste Bauteile namhafter Hersteller. Unter anderem setzen wir Bauteile der Firma Mundorf in unseren Frequenzweichen ein.

Lesen Sie bitte auch unsere "Infos zu passiven Frequenzweichen" am Ende dieser Seite !

Lautsprecherchassis

Die Einsatzgebiete unserer selbst konstruierten Lautsprecherboxen sind meist professioneller Art. Gaststätten, Discotheken und PA-Verleiher müssen sich 100%ig auf "ihr Material" verlassen können, das tagtäglich im Einsatz ist und selten geschont wird.

Daher sind auch alle Chassis und Treiber von bester Qualität und von bekannten Herstellern wie 18-Sound, B&C, Beyma, RCF... u.ä.

Wir helfen Ihnen bei der korrekten Auswahl der Lautsprecher für Ihre Anwendung.

Zuspielgeräte

Viele DJ's und Mobildiscotheken beziehen Ihre Geräte bei Acoustic Lab. Ob Endstufen, Doppel-CD/MP3-Player, DJ-Mixer, Funk-Mikrofone oder ähnliche elektronische Hardware... AL hat sie alle.


Videotechnik:

BUNDESLIGA AUF 3 x 5 m ???

Auch auf dem audiovisiellen Sektor statten wir Sie mit der Technik des 21. Jahrhunderts aus:

Digitale SAT-Technik auch für Mehrverteileranlagen, neueste LED Videoprojektoren sowie eine Auswahl von Zuspielgeräten und natürlich Leinwänden runden unser Angebot für Ihre anspruchsvollen Gäste ab.

Zahlreiche Installationen zeigen den enormen Kundenzuspruch dieser Technik.

Wir bieten Ihnen und Ihren Kunden folgendes an:

Digitale Satellitenanlagen (auch Aufrüstung vorhandener möglich) in Multiswitchtechnik
Professionelle LCD und LED Videoprojektoren für Video u n d Datenpräsentation
Professionelle Tageslicht-Projektoren und Leinwände für Konferenzräume
Videozuspieltechnik mit Recordern, Schaltstellen, etc.
Videoinstallation für Gastronomie / Hotel / Discothek
Ankoppelung der Videoanlage an vorhandene / geeignete Lautsprecheranlagen
Überwachungstechnik mit Langzeit-Videorecordern bis zu 960 h
Komplette Haus-Installationen mit Dolby-Sourround Pro Logic Komponenten sowie Kontrollzentralen und Lautsprecher für jeden Raum
Kundenspezifische Anfertigung von Bassmodulen (Subwoofer) roh, lackiert oder furniert

Sie möchten Sport auf einer Großbildleinwand präsentieren?
Sie möchten die aktuellen Video-Highlights in Ihrem Privatkino zuhause vorführen?
Sie möchten Ihren Gästen / Ihrem Fan-Club eine Video-Ecke in Ihrer Gastronomie einrichten?
Sie möchten Formel Eins und Boxen in Ihrem Fittness-Studio professionell präsentieren?
Sie möchten Ihr ganzes Haus mit einer Audio & Videoanlage ausrüsten und beschallen?

DANN SETZEN SIE SICH MIT UNS IN VERBINDUNG.

WIR BERATEN SIE GERNE.

Infos zu passiven Frequenzweichen



Von: Acoustic Lab 41334 Nettetal

Dieser Artikel ersetzt kein Fachbuch sondern soll einen kurzen Überblick verschaffen.



a)Wozu braucht man eine Frequenz-Weiche?

b)Spezial-Weiche für Breitbänder

c)Belastbarkeit von Hochtönern

d)Woraus bestehen Frequenzweichen?

e)Vintage Hifi–Tuning: Mehr Potential aus antiken Hifi Boxen

- Alterung klangrelevanter Bauteile

f) Infos zu Kondensatoren, Kondensator-Soundtuning Röhrenverstärker

g) Infos zu Spulen, Pegelverluste anhand von 2 Beispielen

h) Infos zu Widerständen

i) Infos zu Schutzschaltungen

j) Vorteile passiver Frequenzweichen gegenüber externen aktiven Lösungen

k) Toleranzen





Der Dschungel von Bezeichnungen verwirrt Sie? Dann lesen Sie bitte weiter. Wir werden versuchen Ihnen diese immens wichtige Schnittstelle der Lautsprechertechnik näher zu bringen.

Eine Frequenzweiche hat die Aufgabe, die zu übertragenden Frequenzen in verschiedene Bereiche aufzuteilen. Jedes Chassis bekommt dann nur noch den Frequenzbereich zugeteilt, für das es konstruiert wurde. Dazu werden aus Spulen, Kondensatoren und Widerständen bestehende Filter eingesetzt.

Info: Der nachfolgende Text bezieht sich immer auf Lautsprecher-Chassis, also einzelne Hochtöner, Mitteltöner etc.

Wozu braucht man eine Frequenz-„Weiche“?

Ein Lautsprecher benötigt ein Netzwerk - quasi ein „Stellwerk“ das ihm sagt was er machen soll. Es ist nämlich so dass ein Lautsprecherchassis nicht alles gleich gut kann. Die großen und schweren Membranen sind für den Bassbereich gedacht, wo viel Luft bewegt werden soll, aber wenige Schwingungsvorgänge stattfinden (die man sogar mit bloßem Auge beobachten kann). Wenn ein Basslautsprecher sich bewegt dann sieht man das sofern sich keine Bespannung oder Gitter vor der Box befindet.

Faustregel: Je höher die Frequenz desto schneller schwingt ein Lautsprecher

Im Bassbereich, z.B. 80 Hertz (Schwingungen pro Sekunde) schwingt eine Membran „nur“ 80x pro Sekunde ein und aus, im Mitteltonbereich z.B. 1000 Hz, 1000x, und ein Hochtöner mehr als 10.000 x – wie gesagt pro Sekunde! Hier wird deutlich dass eine schwere Membran die hohen Frequenzen nicht gut wiedergeben kann – und umgekehrt.

Wie Sie sehen gibt es für alles Spezialisten – quasi für jeden (Frequenz-) Bereich.

Ein Mitteltöner kümmert sich, wie der Name schon sagt, ausschließlich um die mittleren Töne und der Hochtöner ist so klein und leicht aufgebaut dass er nur hohe Töne reproduzieren kann, für die er ja 10.000 Mal und mehr ein- und ausschwingen muss. Diese Art von Lautsprechern wäre für den Bassbereich völlig ungeeignet, da er aufgrund seiner geringen Größe nicht genug Luft verdrängen kann, um tiefe Töne wiederzugeben.

Damit alles im optimalen Frequenz-Bereich stattfindet und die Lautsprecher nicht überbelastet werden, ist eine Frequenzweiche notwendig. Ansonsten macht nämlich ein Basslautsprecher, selbst ein großer Subwoofer, auch Mitten, nur eben keine guten – da seine Membran für impulstreue Mitten zu schwer ist.

Spezial Frequenzweiche für Breitbänder

Auch ein Breitbandlautsprecher („Fullrange“) kann mit einer speziellen Frequenzweiche, einem „Entzerrer-Netzwerk“ wesentlich aufgefrischt werden. Diese Weiche senkt den Mitteltonbereich ab welcher bei den meisten dieser Lautsprecher zu laut wiedergegeben wird. Dadurch erreicht man einen linearen Frequenzgang und eine Hifi-mäßige Wiedergabe, die deutlich angenehmer ist und viele Hörer richtig verblüfft. Ein Aufwand von 10 Euro pro Lautsprecher ist durchaus ein Versuch wert, meinen wir.

Belastbarkeit, oder: ein Hochtöner mit 5 Watt kostet 200 Euro……

Ein Hochtonlautsprecher, selbst wenn er sehr teuer ist, ob Dynaudio, Focal, JBL usw. verträgt maximal ohne eine Frequenzweiche zwischen 5 und 50 Watt. Das ändert sich immens wenn er an einer Frequenzweiche betrieben wird. Da der Hochtonlautsprecher jetzt nur noch ca. 10% des gesamten Frequenzspektrums von der Frequenzweiche zugeteilt bekommt erhöht sich seine Belastbarkeit auch um Faktor 10. Aus den 5 bis 50 Watt werden 50 bis 500 Watt – ein deutlicher Unterschied. Zusätzlich klingt natürlich ein Lautsprecher in „seinem“ Frequenzbereich viel besser.

In jedem Datenblatt wird nämlich nur die Belastbarkeit der Box –inkl. Frequenzweiche- angegeben oder sie finden in einem Datenblatt zum Beispiel bei Visaton G 25 FFL 8 Ohm die folgende Angabe:

„Nennbelastbarkeit mit Hochpassfilter: 80W(12dB/Okt;2000Hz)“

Wie Sie richtig vermuten, entscheidet die Frequenzweiche also nicht nur erheblich wie der Lautsprecher klingt sondern auch wie hoch belastbar er ist. Dies kann man noch wesentlich steigern, indem man die Weiche auf die einzelnen Lautsprecher anpasst. Dies sollte aber nur Profis vorbehalten sein und würde jetzt auch zu weit führen.

Diese Anpassung ist nötig um die jeweiligen Lautsprecherchassis in ihrem optimalen Bereich einzusetzen.

Da aber Chassis unterschiedliche Widerstände besitzen, unterschiedlich laut sind usw nützt eine „Universal-Frequenzweiche“ –wie bei ebay oft angeboten wird- nicht viel.

Sie schützen zwar die Lautsprecher, holen aber nicht die maximale Qualität aus den Chassis heraus. Dies gelingt nur dann wenn

-entsprechendes Mess-Equipment und Erfahrung zur Verfügung steht

oder

-ein durchkonstruierter Bauvorschlag nachgebaut wird (zb Klang&Ton, Hobby Hifi oder von Herstellern wie Seas, Visaton, Scan Speak usw. veröffentlichte Schaltpläne

Frequenzweichen sorgen also für den richtigen Betrieb im optimalen Arbeitsbereich jedes Lautsprecher-Chassis (neudeutsch: „Speaker“) und für die notwendige Belastbarkeit.

Woraus bestehen Frequenzweichen ?

Im Prinzip gibt es nur 3 wesentliche Bauteile:

Spulen filtern hohe Frequenzen (Tiefpass)

Kondensatoren filtern tiefe Frequenzen (Hochpass)

Widerstände passen Pegelunterschiede an

Tiefpass= Tiefe Frequenzen dürfen passieren

Ein Basslautsprecher wird z.B. mit einer Spule in der Plusleitung betrieben, damit höhere Frequenzen ausgefiltert werden.

Bandpass= Mittlere Frequenzen dürfen passieren

Ein Mitteltöner erhält einen aus Spule und Kondensator in der Plus-Leitung bestehenden sogenannten „Bandpass“ weil er ja weder tiefe noch hohe Frequenzen, sondern eben nur den Mitteltonbereich wiedergeben soll.

Hochpass= Nur hohe Frequenzen dürfen passieren

Ein Hochtöner erhält dagegen einen Kondensator in der Pluszuleitung um ihn vor tiefen Frequenzen zu filtern.

Darüber hinaus gibt es Kombinationen von Spulen und Kondensatoren um exaktere Weichen zu konstruieren. Eine Weiche „2. Ordnung“ oder 12 dB bedeutet nichts anderes als das 2 Bauteile pro Trennung benötigt werden, als Spule in der Plusleitung und Kondensator gegen Minus für einen Basslautsprecher oder Kondensator in der Plusleitung plus Spule gegen Minus für einen Hochtöner. Das hört sich komplizierter an als es ist und ist heute zum Standard bei Frequenzweichen geworden.

Die Angabe dB/Okt bezieht sich auf den Pegelabfall pro verdoppelter bzw halbierter Frequenz. Ganz einfach gesagt - trennt die Weiche bei 1000 Hertz mit 12 dB bedeutet dass einen Pegelabfall bei 500 Hz um 12 dB. Je höher die dB Angabe ist desto steiler, abrupter erfolgt die Trennung. Desto besser ist zum Beispiel der Hochtöner vor mittleren und tiefen Tönen geschützt – ein mitunter sehr wichtiges Kriterium, nicht nur für den Betrieb in Discos und auf Parties….

Gebräuchliche Filter:

6dB/Okt. = Filterung mit einem Bauteil je Chassis (klassisch zb bei Dynaudio Boxen)

12dB/Okt. = Filterung mit 2 Bauteilen je Chassis (meist verwendet, z.B. Visaton, Seas)

18dB/Okt = Filterung mit 3 Bauteilen je Chassis (für Profiboxen oder Hochtöner)


Durch die Auslegung der Frequenzweiche lässt sich auch der Frequenzgang eines Lautsprecher zusätzlich beeinflussen. Da nämlich fast jedes Chassis keinen linealglatten Frequenzgang hat, muss die Weiche diese Unebenheiten mit ausgleichen. Sie sehen, dass eine Frequenzweiche genauso wichtig ist wie gute Chassis und mehr aus diesen herausholt..



VINTAGE HIFI TUNING

Sie haben die tollsten und teuersten Lautsprecher-Chassis der Welt gekauft und der Klang ist dennoch nur mittelprächtig?

Sie haben eine Fertigbox und wundern sich über dumpfe Höhen und schlechten Wirkungsgrad?

Ihre Superbox von damals klingt irgendwie lustlos und muffig?



Mehr Potential als ein neuer Verstärker, ein anderes Netzkabel und ein neuer Super Audio CD Player : Frequenzweichen - Tuning

Die Qualität der Bauteile ist sehr unterschiedlich: Viele Fertigboxen bieten nur minderwertige Ware, erkennbar auch für Nichtprofis an sehr kleinen Spulen und Kondensatoren und winzigen Widerständen *. Wenn man bedenkt dass das Audio-Signal erst mal die Frequenzweiche passieren muss bevor der Lautsprecher selber einen Mucks sagt wird einem die Sinnlosigkeit billiger Weichen bewusst. Es ist so als wenn Sie ein teueren Computer kaufen, Ihnen aber die Software fehlt. Sie erreichen nie die volle Leistung bzw die Hardware macht gar keinen Sinn.

Die Frage ist nur: Wer macht schon eine Box auf?

Richtig, das sagen sich die Hersteller auch und geben das Geld lieber für Echtholzgehäuse und vergoldete Boxenfüße aus. Was man nicht sieht stört einen ja auch nicht – oder doch?

Bei Interesse an diesem Thema verweisen wir auf unser Ebay Angebot „Infinity Tuning“

Können Sie sich vorstellen dass ihre Lautsprecher wesentlich besser klingen könnten ?

Können Sie sich vorstellen dass eine schöne alte BRAUN – Box oder ONKYO oder REVOX, CABASSE, ROGERS, SPLENDOR, QUADRAL, T&A oder INFINITY oder was es noch alles gibt wirklich BESSER KLINGT wenn man an ein oder zwei Stellen die Kondensatoren austauscht?
Eine bessere Räumlichkeit, spritzigere seidigere Höhen oder ein besseres Bassfundament, eine alte Box wieder auffrischen, ist das nicht ein tolles Vorhaben ?

Sicherlich ist es von Fall zu Fall verschieden aber solange Sie einen Lötkolben bedienen können und die ursprünglichen Bauteilewerte entziffern können, erhalten Sie ein Kulturgut und können auf Ihre individuelle Box zu Recht stolz sein. Es sind wie so oft im Leben die Kleinigkeiten, über die man nie nachgedacht hatte, welche aber entscheidend sind.

Stellen Sie sich bitte einen Ferrari Motor vor, wo die Steuerzeiten nicht stimmen und der nur auf 3 Zylindern läuft.

ALTERUNG VON BAUTEILEN

Kondensatoren verlieren, Elektrolytkondensatoren ganz besonders, im Laufe der Zeit auch ihren (ursprünglichen) Kapazitätswert. Es kann durchaus sein dass die Box früher mal gut klang, warum Sie es heute nicht mehr tut, könnte an der gealterten Frequenzweiche liegen.

Natürlich altern Lautsprecher auch. Aber nach wie vor sind wir davon erstaunt, wie viele gute Boxen in den 70ern und 80ern gebaut wurden und noch gut funktionieren. Genau wie bei Auto-Oldtimern finden wir auch Antik Hifi erhaltenswert.

Infos zu den verschiedenen Kondensatorentypen (Einheit: µf):

Man unterscheidet raue und glatte Elkos (Elektrolyt KOndensatoren) wobei die bessere aber auch teurere Variante der glatte Typ ist. Platzsparender allerdings ist die raue Variante, was in manchen Anwendungen durchaus ein Vorteil sein kann.

Wichtig ist auch die Belastbarkeit der Frequenzweiche und insbesondere der Kondensatoren. Standardmäßig werden 35 VAC (100 VDC) Elkos verwendet, das gerade einmal 156 Watt an 8 Ohm als maximale Belastbarkeit ergibt – was angesichts heutiger Verstärkerleistungen sicherlich nicht ausreichend ist. Auch 50VAC Typen mit 312 W an 8 Ohm geht dynamisch schnell „die Puste aus“.

Besser schneiden in jedem Punkt Folienkondensatoren ab. Der MKT Variante wird allerdings ein etwas scharfer Hochtonbereich nachgesagt – hier lohnt es sich über eine Nachrüstung mit MKP Kondensatoren oder den berühmten MCAPS wie Mundorf Supreme / Silver Oil Kondensatoren nachzudenken. Dies kostet im Hochtonbereich auch nicht die Welt, bringt aber im Einzelfall eine ganze Klangklasse mehr. Mit einer Spannungsbelastbarkeit von 400 VDC (=10.000W/8 Ohm) bis 1200 V ist jede Weiche auch für extremste Impulsspitzen gerüstet.

Kondensator - Soundtuning und Anpassung an Verstärker (Transistor / Röhre)

Besonders gut kann man die verschiedenen Kondensator Typen als Tuning einsetzen. Hat man einen zu scharf klingenden oder zischelnden Hochtöner, nimmt man den Typ X, hat man einen zu matt klingen, den Typ Y. Dasselbe gilt für Transistor- und Röhrenverstärker. Auch hierfür gibt es spezielle Kondensatoren für Netzteil oder Signalweg. Da auch jeder einen anderen Hörgeschmack bzw Faible hat beraten wir Sie gerne.

Infos zu den verschiedenen Spulentypen (Einheit: mH):

Der Drahtquerschnitt ist ein Indiz. Grundsätzlich sollte dieser mind. 1 mm betragen – ein Wunschtraum wenn man viele Hifi Boxen aufmacht. Dicker schadet nicht, denn beim Draht handelt es sich im Prinzip um einen Widerstand was bedeutet dass ein dickerer Draht mehr Strom und damit mehr Leistung des Verstärkers durchlässt. Auch hier kann – aber mit teilweise erheblichem Aufwand eine Ver-Bässerung des Klanges erreicht werden. Dazu gehören allerdings fundierte Kenntnisse da sich hierdurch die Klangbalance der Box verändern kann- insbesondere bei 2 Wege Boxen ist Vorsicht angeraten.

Die Verzerrungslinie von Ferrit-, also Eisenkernspulen verläuft anders als bei Luftspulen. Hierfür verantwortlich ist bei einer stromdurchflossenen Spule eben die Ausrichtung der Eisenteilchen, kurz „Sättigung“ genannt. Je nach verwendetem Ferritmaterial – und Menge- sind 10-25 % Klirrfaktor keine Seltenheit – Sie lesen richtig !!!

…also machen Sie sich bitte keine Sorgen wegen 0,01 % oder 0,001% bei Verstärkern…

Je tiefer eine Weiche bzw Spule trennen soll (Tieftonbereich, Subwoofer), umso mehr Induktivität = Draht benötigt man. Entweder erreicht man dies durch eine Menge (Kupfer-) Draht oder man stülpt einer Spule einen Ferritkörper über, welcher die Induktivität erhöht, was aber in o.g. Problem (Klirrfaktor) resultiert.

Ferritspulen werden daher in preisgünstigen Boxen eingesetzt und sind eher etwas für Leisehörer, da ihre Verzerrungen bei hohen Lautstärken in einem schlappen, lustlosen Bassdröhnen enden. Der Bass-Lautsprecher kann nichts dafür !!!

Luftspulen sind physikalisch allen Ferritspulen überlegen und so gelten Sie als erste Wahl wenn mit vertretbarem Aufwand ein verzerrungsarmes Ergebnis erreicht werden soll. Allerdings nimmt hier der Widerstandswert bei großen Induktivitäten erheblich zu.

Als optimalen Ausweg bei großen Induktivitäten und gleichzeitig niedrigem Widerstand bieten sich Trafokernspulen an die mit hochwertigeren Eisenmaterialien arbeiten und von Hand hergestellt und justiert werden (z.B. Mundorf Trafokernspulen Serie E oder N). Allerdings hat Kupfer in der heutigen Zeit seinen Preis - und dementsprechend diese Spulen auch. Bedanken Sie sich an dieser Stelle bitte nicht beim Lieferanten sondern bei den gestiegenen Rohstoffpreisen von Kupfer und Öl…

Eine weitere Variante für den Mittelton und Hochtonbereich sind sogenannte „Folienspulen“ die aus Kupferfolie oder sogar Silberfolie bestehen und die zu einem bezahlbaren Preis beste Eigenschaften bieten, da sie zum Beispiel kaum noch mitschwingen. Von der Wertigkeit sind sie noch eine Stufe über den Luftspulen einzuordnen..

Anwendungsbereiche - Orientierungshilfe:

Spulen für Low Budget bis 50W: Ferrit

Spulen für Mittelton/Hochton Hifi : Luft

Spulen für Subwoofer: Trafokern

Spulen für High End: Trafokern (Subwoofer); Mittel/Hochton: Folienspulen (CFC)

Pegel-Verluste durch Spulen bei Subwoofer-Anwendungen

Innenwiderstände der Spulen führen zu (Pegel-)Verlusten bei Basslautsprechern. Je hochwertiger die Spule desto niedriger ihr Innenwiderstand, desto mehr Pegel des Tieftöners bleibt erhalten. Insbesondere bei 4 Ohm Chassis ein sehr wichtiges Kriterium wie nachfolgendes Beispiel zeigt:

Wir nehmen zum Vergleich den 30cm Tieftöner Visaton TIW 300 als 8 Ohm Variante

Gleichstromwiderstand Rdc=5,4 Ohm

Und den 30cm Monarch SPH 300 CTC als 4 Ohm Variante

(2x6 Ohm Doppelspule parallel angeschlossen Rdc =3,0 Ohm)

Induktivität:10,0 mh (Subwoofer Trennfrequenz 180 Hz 8 Ohm bzw ca 100 Hz 4 Ohm)

Verlust in % = Rdc Lautsprecher + R Spule / Rdc Lautsprecher

Luftspule 1,4mm Draht=1,24 Ohm (=23% Verluste Visaton / =41% Verluste Monarch )

Luftspule 2,0mm Draht=0,68 Ohm (=13% Verluste / =23% Verluste Monarch )

Ferrit-Rollenkernspule 1,0mm Draht= 0,7 Ohm (=13% Verluste Visaton / =23% Verluste Monarch)

Trafokernspule T106 2,0mm Draht= 0,22 Ohm (= 4% Verluste Visaton / =7% Verluste Monarch)

Null-Ohm-Spule N130 3,0mm Draht = 0,10 Ohm (= 2% Verluste Visaton / =3% Verluste Monarch)

Von 100 Watt Verstärker-Ausgangsleistung kommen also bei einem „4 Ohm“ SPH 300CTC Bass-Lautsprecherchassis entweder 97 Watt (N 130) oder 59 Watt (Luftspule 1,4mm) am Basslautsprecher an – ein klares Plus für Trafokernspulen. Außerdem bietet die Trafokernspule eine immense Dynamik – wer einmal den Unterschied gehört hat wird begeistert sein. Der Kabelwiderstand wurde in diesem Beispiel nicht berücksichtigt. Es versteht sich sicher von selbst dass 2x2,5qmm Lautsprecherkabel Standard ist, dicker schadet auch nicht.

Die Ferritrollenkernspule schneidet zwar im Mittelfeld ab doch ist ihr Klirrverhalten indiskutabel. Bei höheren Leistungen fängt sie früher an zu verzerren als alle anderen Spulen, daher ist sie für >50W Leistung völlig ungeeignet. Man sollte an Spulen nicht sparen wenn man vernünftige Lautsprecher betreibt.

Infos zu Widerständen (Einheit: Ohm)

Was ist an Widerständen schon besonderes? Nun bei normalen Keramikwiderständen in denen lediglich ein Draht sein Dasein fristet, ist diese Frage berechtigt. Allerdings neigt jeder Draht –wie eine Spule- zur Eigeninduktivität, bedämpft also die Höhen.

Besser für Hifi Anwendungen sind daher MOX (Metall OXide) Widerstände geeignet. Diese haben keinen Drahtwickel sondern stattdessen ist eine leitende Metalloxydschicht auf einen Trägerkörper aufgebracht. Eine kleine, feine Maßnahme zur Verbesserung einer Box für sehr kleines Geld. Hier sollte wirklich nicht gespart werden. Ihr Hochtöner klingt luftiger und so ein Widerstand kostet nicht einmal 2 Euro.

Infos zu Schutzschaltungen:


PTC (Positiver Temperatur Coeffizient) = Bauteil das bei Erwärmung durch einen Bimetall erwärmt wird und abschaltet. (nicht leiser, sondern ganz aus….). Bei verringerter Leistungszufuhr kühlt das Material ab und der PTC schaltet den Hochtöner wieder durch.

Soffite /Halogenlampe= Bauteil welches linear hochohmiger wird und die Impulsspitzen glättet, im Extremfall durchbrennt (siehe unser Ebay Shop Angebot).

Transistorschaltung = ein vom Hersteller vorgegebener maximaler Spannungswert löst eine Abschaltung oder Reduzierung des Pegels aus.

Vorteile passiver Frequenzweichen gegenüber externen aktiven Weichen:

-Verzicht auf mehrere Verstärker, dadurch Kostenreduzierung

-Entzerrung, „Equalization“ der Lautsprecher: Durch veränderte Bauteile-Werte können nichtlineare Lautsprecher im Frequenzgang begradigt werden (für Profis)

– Bauteile Qualität von Fertigboxen kann an wichtigen Stellen entscheidend verbessert werden

-Tuning vorhandenen Fertigboxen und Bausätze auch vom Soundcharakter möglich

-Austausch alterungsrelevanter Bauteile ermöglicht maximale Verbesserung bei minimalem Kostenfaktor



Abschliessend ein Wort zu Toleranzen:



*In der Quadral Vulkan II z.B. sind Kondensatoren mit 10% Toleranz verbaut. Das bedeutet, das die linke und rechte Box deren Trennfrequenzen im Extremfall 20% voneinander abweicht ! Dies ist mit ein Hauptgrund für eine schlechtere Stereo-Ortung und ein Klangbild das sich nicht von der Box löst !

Standard heutzutage ist 5% oder besser noch 3%. Das ist hörbar !



Copyright 2006 by acoustic-lab 41334 Nettetal. Nachdruck, auch auszugsweise nur mit Genehmigung.